Steuerermäßigung für Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen

Steuerermäßigung für Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen für Mieter (WEG)

Folgender Fall: Die Kläger wohnten in einer Mietwohnung. Der Vermieter stellte Ihnen mit der Nebenkostenabrechnung Aufwendungen für Treppenhausreinigung, Schneeräumung, Gartenpflege und die Überprüfung der Rauchwarnmelder in Rechnung. Hierfür begehrten sie die Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen. Finanzamt und Finanzgericht lehnten dies ab.

Der Bundesfinanzhof gab hingegen den Steuerpflichtigen Recht. Der Steuerermäßigung steht nicht entgegen, dass Mieter die Verträge mit den jeweiligen Leistungserbringern, z.B. dem Reinigungsunternehmen oder dem Handwerksbetrieb regelmäßig nicht selbst abschließen.

Für die Gewährung der Steuerermäßigung ist ausreichend, dass die Dienstleistungen dem Mieter zugutekommen.

Soweit das Gesetz zudem verlangt, dass der Steuerpflichtige für die Aufwendungen eine Rechnung erhalten hat und die Zahlung auf das Konto des Erbringers der Leistung erfolgt ist, genügt als Nachweis auch eine Wohnnebenkostenabrechnung oder eine Bescheinigung, die dem von der Finanzverwaltung anerkannten Muster entspricht.

Aus beiden müssen sich Art, Inhalt und Zeitpunkt der Leistung, Leistungsempfänger und -erbringer nebst geschuldetem Entgelt mit Hinweis auf die unbare Zahlung ergeben. Nur bei Zweifeln an der Richtigkeit kann das Finanzamt die Vorlage der Original-Rechnungen  verlangen.

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